Die Methode hinter einer ökologischen Bestattung ist ganz durchschaubar und einfach mit umzugehen. Sie baut auf einer Kombination von geprüften Techniken, die den Körper für eine natürliche Zersetzung vorbereitet. Die Behandlung ist aus ethischen, moralischen. umwelt- und technischen Perspektiven berechtigt und basiert auf eine Methode ohne Gewalt.
— Die Voraussetzung für eine ökologische Bestattung besteht darin, daß der Körper nach dem Tode in einer organischen Form aufgehoben wird und daß er nicht durch Formalinbehandlung zerstört wird, die sogenannte Balsamierung. Danach kann der Körper in einer würdevollen Art und Weise zum Kreislauf als ein wertvoller Beitrag zu der lebenden Erde wieder zurückgeführt werden. Dies erzählt Susanne Wiigh-Mäsak, Biologin und Verantwortliche für das Unternehmen Promessa AB.
Ein wichtiger Teilerfolg ist das am wenigsten Wichtige zu entfernen, nämlich das Wasser. Der durchschnittsgroße Körper besteht aus ca 70% Flüssigkeit. Technisch gesehen wird dies in einen geschlossenen und individuellen Prozess, dort wo der Körper in flüssiger Stickstoff eingefroren wird, durchgeführt. Bitte lesen Sie den separaten Text über Stickstoff.
Nach anderthalb Wochen wird der Körper zu –18 °C eingefroren, worauf er in flüssigen Stickstoff getaucht wird. Der Körper wird dann sehr zerbrechlich und nur eine kleine Schütterung umwandelt ihn zum organischen Pulver. Dies wird in einem Vakuumkämmerchen eingeführt, um das Wasser abdampfen zu lassen. Das jetzt entstandene trockene Pulver wird danach durch einen Metallabtrenner geleitet, wo eventuelle Körperersatzteile und Quecksilber, getrennt werden. In derselben Art und Weise kann es bei Bedarf hygienisch gemacht werden.
Die Überbleibsel sind jetzt fertig, um in einen Sarg aus Maisstärke gelegt zu werden. Die Bestattung eilt nicht. Das organische Pulver, das aus einer hygienischen und geruchsfreien Form besteht, wird nicht beeinflusst, wenn es trocken gelagert wird. Die Bestattung geschieht oberflächlich in einer lebenden Erde, die in 6-12 Monate den Sarg und ihren Inhalt zu Humus umwandelt. Im Anschluß zu der Beerdigung, kann auf Wunsch des Toten oder dessen Angehörige, ein Strauch oder ein Baum auf das Grab gepflanzt werden.
Der entstandene Humus hat nun die Möglichkeit den Nährboden für die Pflanze zu sein. Diese Zustand kann zu mehr Einsicht und Respekt für den ökologischen Kreislauf beitragen, der ein Teil allen Lebenden ist. Die Pflanze steht als Symbol des beerdigten Menschen und wir verstehen jetzt erst wohin der Körper angekommen ist.


