Susanne Wiigh-Mäsak ist Biologin mit Schwerpunkt Marinebiologie. Sie ist im zentralen Göteborg 1956 geboren, mit ihren Eltern und jüngerem Bruder Lars aufgewachsen.
Nach dem Examen an der Universität in Göteborg zogen ihr Freund Peter und sie zu Lyr an die Wesküste Schwedens. Dort heirateten sie im selben Jahr. Neben der Arbeit als Lehrervertreterin und vielen Renovierungsarbeiten ihres Hofs hielt Susanne Lehrgänge über ökologischen Anbau und Kompostierung. Auch der biologische Küchengarten wuchs im Takt mit der Einsicht über den natürlichen Kreislauf. Dazu gehört das gesamte organische Material.
1981 wurde Susanne als Betriebstechnikerin in der petrochemischen Industrie in Stenungsund eingestellt. Nach 15 Jahren als Angestellte wurde ihr eigenes Unternehmen immer größer.
- Im letzten Sommer auf der Arbeitsstelle brachte Sie ihren Arbeitskollegen täglich Blumen, Ableger, Pflanzen und Gemüse mit, die sie bestellt hatten.
Sie konnte dabei die Gedanken über den natürlichen Kreislauf nie loslassen und als Susanne klar wurde, womit sie sich in Zukunft immer beschäftigen wollte, war es für sie wie ein Aufwachen.
Parallel dazu hatte ihr Ehemann Peter und dessen Kompagnon sein eigenes Unternehmen mit Anbau und Veredelung von Muscheln aufgebaut. Im Herbst 1996 zogen sie nach Mollösund und so wurde ihr altes Gebäude bei dem Anlegeplatz der Fähre auf Lyr, frei. Es war genauso selbstverständlich, daß Susannes Geschäft- das sich „Grönskan“ (Das Grün) nannte- dort liegen sollte, als es klar war dort Pflanzen anzubauen wie auch Essen, Kurse und Kultur den Gästen anzubieten. Währenddessen als das Berufsleben in Stenungsund zu Ende ging, wurde „Grönskan“ ausgebaut. Ein Gewächshaus wurde gekauft. 15000 Pflanzen wurden gezüchtet und „Grönskan“ wurde am 25. Mai 1997 eingeweiht. Das Geschäft lief sehr gut, die Medien machten auf das Fördern von biologischem Anbau aufmerksam und dies in einem ausgeprägtem Küsten- und dünnbesiedeltem Gebiet. Susanne bekam dafür sogar mehrere Auszeichnungen.
Die ganze Zeit hatte Susanne über ökologische Bestattung nachgedacht. Die 3-Prozesse: Zersetzung, Verwesung oder Verbrennung waren ständig aktuell in ihren Kompostierungslehrgängen, wie auch die Gewissheit, daß der Mensch nicht die Möglichkeit hat im traditionellen Kreislauf bei den üblichen Bestattungsformen teilzunehmen. Susanne konzentrierte sich nun den ganzen Herbst und Winter auf „Grönskan“ und konnte somit ungelöste Fragen klären.
Es war wie eine Auszeit im Leben, die man sich selber nehmen kann. Im Gewächshaus zu arbeiten gab ihr innere Ruhe und dort wurde ihr plötzlich deutlich, wie es vor sich gehen könnte, auch den Menschen im natürlichen Kreislauf, in dem wir uns befinden, einzugliedern.
Die Einführung dieser Idee im Jahr 1999 wie im Jahr 2000 wurde zuerst in kleineren Gruppen vorgestellt und von ihnen positiv entgegengenommen. Im Mai 2001 wurde die erste Pressekonferenz gehalten. Heute existiert Promessa Organic AB und die technische Entwicklung für die erste Anlage findet schon statt. Damit ist eine ökologische Bestattung eine alternative Form zu unseren heutigen Bestattungsformen.


