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Kremierung

Verbrennung als Bestattungsalternative wurde in Europa Ende des 19. Jhd.'s eingeführt. 1876 wurde das erste Krematorium in England in Betrieb genommen. In Schweden gründete man 1887 ein kleines Krematorium in Hagalund, gleich danach begleitet von „Norra Krematoriet“ 1909. Damals war Verbrennung ein neuer Gedanke und eine Lösung von ernsten sanitären Problemen.

Aus biologischer Sichtweise und auch aus Umwelt-gesichtspunkten war und ist Verbrennung keine besonders gute Alternative. Bei einer Verbrennung wird der Sarg mit dem Verstorbenen in einen Ofen, bei einer Temperatur von fast 800°C, eingeführt. Die Wärme sorgt dafür, daß der Sarg sich selbst anzündet, danach kommt ein Ölbrenner zum Einsatz. Die Verbrennung dauert 1 Stunde. Danach werden die Skelettteile von den sterblichen Überresten aus dem Ofen geharkt und in einer Mühle, bevor die Asche und die pulverisierten Überreste in eine Urne gelegt werden, zu Pulver gemacht.

Für jede Verbrennung braucht man gut 20 l Heizöl und ½ kg Aktivkohle für die Reinigung der Rauchgase. Trotzdem gelangt eine große Menge an Rauchgasen, vor allem Quecksilber, in die Luft. Das Naturschutzamt schätzt daß 1/3 der ganzen Emission von Quecksilber, aus den 73 vorhandenen Verbrennungsanlagen, in Schweden kommen. Dies geschieht obwohl, große Maßnahmen unternommen werden, die Emissionen zu vermindern.

Die Bestattung von Asche soll in einem Urnen- oder Sarggrab geschehen. Man kann den Platz nach Genehmigung von der Provinzialregierung selbst aussuchen. Dies könnte z.B. ein Hain sein, wo man die Asche in die Erde gräbt oder verstreut.
Schon beim ersten Regen nach der Bestattung, wird die Asche vom Beerdigungsplatz weggespült. Sie verschwindet mit dem Regenwasser und wird mit den Flussläufen transportiert, bis sie zuletzt das Meer erreicht, wo sie dann zu Überdüngung und Sauerstoffverminderung beiträgt.

Von Schwedens 73 Krematorien (Verbrennungsanlagen) sind 23 Anlagen mit moderner Reinigungstechnik erneuert worden. Die übrigen 50 Anlagen haben zur Zeit eine Sondergenehmigung, um überhaupt in Betrieb sein zu dürfen. In dieser Zeit versucht das Naturschutzamt die Lösung zu finden, wie man die Quecksilberemission vermindern kann. Nach einer Konvention, die der schwedische Staat schon unterzeichnet hat, war das Jahr 2004 das letzte Jahr für eine Quecksilberemission. Das Problem ist damit nicht behoben. Es ist schwer zu ermessen, wohin das Quecksilber von den Krematorien gelangt. Deshalb kann das Naturschutzamt auch keine exakten Angaben darüber geben, wie man die Reinigungsanlagen entwickeln muß, damit das erhoffte Umweltziel erreicht werden kann.